„Vor langer Zeit trieb eine Insel
namens Illusia im Herzen der Welt umher. Im Zentrum der Insel ragte
ein uralter, gewaltiger Baum bis weit in den Himmel empor.
Eine Katastrophe war über Illusia hinweggefegt und hatte viele Opfer
gefordert. Chaos und Leid hatten die Welt überschattet, bis
schließlich die Rettung in Gestalt eines Jungen, eines Mädchens und
eines heiligen Schwertes nahte.
Die Zeit verging und der Frieden kehrte zurück. Das Schwert und der
Baum verblieben und schon bald waren sie als Manaschwert und Manabaum
bekannt. Die Gefolgschaft des Manabaums kehrte nach Illusia zurück,
während sich die Welt langsam aber stetig vom Leid erholte.
Hier beginnt eine neue, schicksalhafte Erzählung. Es ist die
Geschichte einer neugeborenen Göttin, der Entdeckung eines heiligen
Schwertes und der Kinder, die sich unter dem großen Manabaum
versammeln…"
So die einleitende Geschichte des neuesten Teiles der Mana-Serie aus
dem Hause Square-Enix. Klar, dass es nun unsere Aufgabe ist, gegen das
wiedergekehrte Übel in den Kampf zu ziehen und den Frieden in der
Manawelt wiederherzustellen.
Also auf in ein Abenteuer, auf das zahllose Fans der Mana-Serie
sehnsüchtig gewartet haben, zählte das Spiel doch bereits auf dem
ehrwürdigen Super Nintendo zu den beliebtesten Titeln und ist auch
heute noch ein gesuchter Titel bei Retro-Fans…
Wer die Serie noch nicht kennt, dem sei gesagt, dass ihn hier eine
Mischung aus Adventure und Rollenspiel erwartet. Das heißt,
rundenbasierte Kämpfe gibt es nicht, denn es wird in Echtzeit und sehr
actionorientiert gekämpft, aber es gibt die Rollenspieltypischen Werte
wie Hitpoints, Magicpoints, Kraft, Ausdauer und so weiter, die durch
erfolgreiches Kämpfen aufgelevelt werden.
Bevor wir uns aber ins Abenteuer stürzen müssen wir uns allerdings
noch für einen der vier Charaktere entscheiden, in dessen Haut wir
schlüpfen wollen. Diese unterscheiden sich dabei vorrangig
hinsichtlich ihre Fähigkeiten in Bezug auf Kampfstärke und magische
Fähigkeiten und seiner persönlichen Hintergrundgeschichte, die wir
hier aber nicht näher erläutern werden.
Im recht übersichtlichen Heimatdorf beginnt unsere Reise, die auf dem
oberen Display des DS dargestellt wird. Der untere Bildschirm dient
dagegen für die Einblendung einer Karte, diverser Anzeigen wie
Hitpoints oder Geld und einer sehr angenehmen Funktion: unsere
aktuelle Aufgabe wird eingeblendet. Letztere ist vor allem dann sehr
hilfreich, wenn man z.B. ein paar Tage nicht gespielt hat, um
schneller wieder ins Spiel zu finden.
Unsere Aufgaben führen uns schnell aus dem Ort heraus auf eine
Weltkarte, hier kann man aber nicht drauf rumlaufen, sondern man wählt
lediglich den nächsten Zielort an. Dort angekommen erwartet den
Spieler mit absoluter Wahrscheinlichkeit ein Dungeon, durch den wir
uns kämpfen müssen. Und genau hier liegt der für viele Mana-Fans wohl
größte Kritikpunkt: einen wirklich überragend großen Anteil des
Spieles machen die Dungeons aus, wo es nur eine Aufgabe gibt: allerlei
Gegner mit Schwert, Dreschflegel und Co. unschädlich zu machen und in
Kisten, Sträuchern nach Items suchen, die das Weiterkommen
erleichtern. Neben altbekannten Items wie Nahrung und Waffen gibt es
hier auch Rubine zu finden, die richtig kombiniert diverse
Eigenschaften des Spielers verbessern.
Die teilweise recht langen Dungeons fördern die Abwechslung im Spiel
nicht sonderlich und tragen auch nicht zum Verlauf der Story bei.
Nein, das ewige Monster und Monsterchen slashen artet dann doch
irgendwann zur Fleißaufgabe aus, die einer gewissen Monotonie nicht
entbehren kann.
Einen deutlich positiveren Eindruck hinterlässt das Spiel in Sachen
Präsentation, die sich auf dem bekannt hohem Niveau der Mana-Serie
befindet. Typisch Mana sei hier vor allem die sehr detailreiche Grafik
in 2D-Optik erwähnt, die das Herz eines jeden Fan der Manga-Optik
höher schlagen lässt und das Auge mit schönen warmen Farbtönen
verwöhnt. Ein Blick auf die Screenshots nebenan sagt hier eigentlich
alles. Dazu kommt dann noch ein Top-Soundtrack, wie man ihn von
Square-Spielen ohnehin ja schon gewohnt ist.
Gesteuert wird das Spiel übrigens ganz klassisch mit Steuerkreuz und
Buttons. Den Touchpen könnt ihr die gesamte Spielzeit stecken lassen.
Ist zwar nicht sonderlich innovativ für ein DS-Spiel, aber die
Steuerung funktioniert ordentlich und geht einfach von der Hand – und
das ist ja die Hauptsache.
Fazit: Children of Mana weckt zweierlei Gefühle. Zum einen wird der
Spieler durch die Mana-typische Präsentation verwöhnt und Kenner der
Serie wird’s da gleich warm ums Herz. Auf der anderen Seite hat sich
Children of Mana spielerisch von seinen Wurzeln entfernt und entpuppt
sich nun als recht actionlastiges Adventure mit nun deutlich
geringeren RPG-Anteilen. Wer sich gerne durch Dungeons kämpft wird
erfreut sein, der Rest wohl eher nicht, denn die Dungeons sprühen
nicht gerade vor spielerischer Abwechslung.
Insgesamt ist Children of Mana schon kaufenswert und wohl auch ein
Muss für Fans der Serie, aber es ist definitv nicht der beste Teil.
Spielspaß: 72%
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