Mit „Danny Phantom: Sein größter
Gegner“ präsentiert uns THQ mal wieder eine Versoftung einer bekannten
Nickelodeon-Serie für den GBA. Ich konnte zwar bislang nichts mit dem
Begriff Danny Phantom anfangen, das kann aber auch daran liegen, dass
ich ein wenig zu alt dafür bin und dass ich kein Nickelodeon empfangen
kann.
Danny scheint jedenfalls eine Art Geisterjäger zu sein, der selber
diverse Geisterfähigkeiten besitzt. Mit ihm müssen wir uns nun
aufmachen, die Zukunft zu retten, denn nur Danny ist dazu im Stande.
Schon kurz nach Start des komplett eingedeutschten Spieles wird klar,
dass wir es mit einer Sidescroll-Klopperei im Stile des ersten „Die
Unglaublichen Teiles“ für den GBA zu tun haben. Wir befinden uns in
einer Comic-Umgebung, müssen immer von rechts nach links laufen und
alle vorhandenen Geister zermatschen. Sind alle Geister platt gemacht,
können wir wieder ein Stück weitergehen. Geister werden verhauen,
indem man fleißig die B-Taste bearbeitet. Ab und zu finden wir auch
ein kleines Extra-Utensil, wie z.B. Baseballschläger oder eine Art
Laserwumme, die das Geister verhauen einfacher machen. Außerdem
erhalten wir im Laufe des Spieles weitere Fähigkeiten, die nett sind,
aber fleißiges B drücken bringt uns genauso weit.
Am Ende einer jeden Welt erwartet uns noch ein Bossgegner, der
besonders intensiv verhauen werden möchte. Leider ist der
Schwierigkeitsgrad nicht gerade hoch angesiedelt und das Spiel nicht
sonderlich umfangreich, so dass man es fast problemlos schafft, Danny
Phantom an einem langen Spiele-Nachmittag durchzuzocken. Da gibt es
dann aber noch die Möglichkeit, das Spiel nun in einer anderen
Schwierigkeit noch mal zu spielen und dabei bestimmte
Aufgabenstellungen zu erreichen, die uns nun gestellt werden. Werden
diese erfüllt, wird als Belohnung ein weiterer Spielabschnitt
freigeschaltet, der beim ersten durchspielen in dieser Welt nicht
vorhanden war. Es scheint so, als ob auf diese Weise das Gefühl
vermittelt werden soll, dass das Spiel deutlich umfangreicher ist. Ich
hätte aber lieber gleich ein umfangreicheres Spiel, als bereits
gespielte Level noch mal zu spielen, um neue Spielabschnitte zu
Gesicht bekommen. Naja, viele Spieler werden dieses „Spiel-mich-nochmal“
System sicher mehr mögen als ich.
Grafisch bietet euch Danny Phantom ordentliche Comic-Qualität, die
musikalisch von einem netten, aber nicht berauschenden Soundtrack
begleitet wird. Die Steuerung arbeitet so weit auch recht exakt.
Das Problem ist eher, dass Danny Phantom nicht sonderlich viel
Abwechslung bietet. Es kommen zwar hin und wieder neue Geistertypen
hinzu, aber insgesamt beschränkt sich unsere Aufgabe darauf, eine
handvoll Standartgeister hundertfach zu vermöbeln, die leider keine
besonders taktische Vorgehensweise erfordern und auch nicht vor KI
strotzen. Somit stellt sich mit der Zeit etwas Monotonie ein, die den
Spielspaß dann leider senkt.
Fazit: Danny Phantom ist ein sauber umgesetztes, aber leider nur
durchschnittliche Comic-Prügelei, die vor allem an fehlender
Abwechslung krankt. Fans der Serie können trotzdem einen Blick
riskieren. Zum Vollpreis ist das Spiel aber für alle anderen definitiv
kein Pflichtkauf.
Spielspaß: 63%
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