Unlängst haben wir gerade erst die
GBA-Version von „Die Unglaublichen: Der Angriff des Tunnelgräbers“
getestet und nun folgt auch der DS-Test. Der ein oder andere von euch
wird sicherlich erwarten, dass die DS-Version nur eine verkappte Ausgabe
des GBA-Spieles ist (kennt man ja leider von dem ein oder anderem
anderen DS-Titel). Aber wir können Entwarnung geben. Vorbildlicherweise
hat THQ dem DS eine Version spendiert, die den technischen Fähigkeiten
der Konsole gerecht wird.
Die Geschichte ist aber natürlich immer noch die gleiche und knüpft
nahtlos an das Ende des Kinofilmes an. Also müssen Mr. Incredible und
Frozone sich aufmachen, um den machtbessenen Tunnelgräber mal gehörig
den Scheitel zu richten und für Ruhe in der Stadt zu sorgen.
Für den Spieler bedeutet dies, dass uns hier genau wie auf dem GBA ein
Sidescroll-Prügelspiel erwartet. Wir durchlaufen also zahlreiche Level,
in denen sich uns die verschiedensten Gegner in den Weg stellen und in
möglichst handliche Einzelstücke zerlegt werden müssen, um weiter im
Spiel voran zu kommen. Vom Spieldesign sind GBA- und DS-Version also
auch identisch. Gespielt wird dabei wahlweise mit Mr. Incredible und
Frozone, zwischen denen jederzeit per R-Taste gewechselt werden kann.
Beide Helden haben natürlich individuelle Spezialfähigkeiten (übrigens
exakt die gleichen wie auf dem GBA). So können bestimmte Aufgaben also
nur mit einem Spieler bewältigt werden. Allerdings beschränken sich die
Aufgaben auf diverse kleine Schalterrätsel, die den Spieler nicht
sonderlich fordern. Das Hauptaugenmerk liegt eindeutig auf dem
Tunnelgräber-Maschinen zerlegen. Von diesen bekommt der Spieler im Laufe
des Spieles immer wieder neue Exemplare zu Gesicht. Nicht zu Gesicht
bekommt man am Ende einer Welt leider keinen Bossgegner, was wirklich
schade ist.
Die großen Unterschiede sind dagegen bei der Optik zu finden. Hier wird
uns nämlich für DS-Verhältnisse recht hübsch ansehnliche 3D-Grafik
geboten, die sich sehr stark am Film orientiert und mit diversen Zooms
und Schwenks zu gefallen weis und Abwechslung von der Masse der 2D-Titel
bietet. Einzig die etwas eintönig gestalteten Tunnel- und Eislevel
langweilen auf die Dauer etwas, da hier einfach zu wenig Details die
Grafik aufwerten.
Gesteuert werden kann das Spiel am besten wenn man ausschließlich die
Tasten benutzt. Wer will kann zwar den Touchscreen auch zum steuern
verwenden, aber die Methode ist doch recht umständlich und nicht
sonderlich empfehlenswert. Die Charaktere folgen soweit auch immer euren
Befehlen, einzig Frozone lässt sich gerade bei punktgenauen Sprüngen
nicht sehr exakt steuern, so dass man ab und zu ungewollt von einer
kleinen Plattform runterrutscht. Dieses Manko stört den Spielfluß aber
nicht sonderlich stark
Musikalisch werdet ihr übrigens von aus dem Film bekannten Soundtrack
begleitet, welcher in ordentlicher Qualität umgesetzt wurde und
keinerlei Grund zum meckern.
Eurer Spielfortschritt wird übrigens auch innerhalb der Level an
regelmäßig auftauchenden Checkpoints automatisch gespeichert.
Drei einstellbare Schwierigkeitsgrade sorgen darüber hinaus, dass auch
Profis halbwegs lang genug beschäftigt sind. Der niedrigste
Schwierigkeitsgrad ist für diese nämlich locker an einem Nachmittag
durchspielbar.
Fazit: Die Unglaublichen: Der Angriff des Tunnelgräbers ist ein gut
gelungenes Prügelspiel, das optisch ansprechend ist, dem auf die Dauer
aber trotzdem etwas die spielerische Abwechslung fehlt und somit nur für
Incredibles-Fans und Prügel-Fanatiker vorbehaltlos empfohlen werden
kann. Für alle anderen gilt: für ein Lizenzspiel ein recht nett
gelungener Titel – aber es gibt bessere Spiele für das DS. Wer bereits
die GBA-Version besitzt kann sich den Kauf der insgesamt etwas besser
gelungenen DS-Version sparen.
Spielspaß: 68%
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