Im Rahmen Square Enix´großer Final
Fantasy Remake Welle wurde nun der GBA nach Final Fantasy 1&2 auch mit
einer Umsetzung des SNES-Klassiker Final Fantasy 4 beglückt, der
ursprünglich Anfang der 90er Jahre für Nintendo´s 16-Bit Maschine
erschien.
Die zahlreichen Fans der Serie wird’s freuen. Wir haben einmal
nachgeschaut, ob das Spiel auch heutigen Anforderungen an ein
ordentliche Handheld-RPG genügt…
Aber erstmal zur Story…
Wir schlüpfen in die Haut des Dunkelritters Cecil, der bemerkt, dass
sein Arbeitgeber und König ziemlich finstere Absichten zu verfolgen
scheint und sich daher mit diesem nicht mehr identifizieren kann.
Kurzerhand beschließt er zukünftig für die gute Sache zu kämpfen und die
sagenumwobenen Machtkristalle vor dem fiesen König in Sicherheit zu
bringen. Klar, dass dies der Anfang eines Abenteuers der klassischen
Marke Gut gegen Böse ist.
Erinnert ein wenig an Final Fantasy 1&2 und ist auch so.
Somit erwartet uns eine nette Story, die zwar nicht an die eines Final
Fantasy 7 herankommt, aber trotzdem genug Spannung und Neugierde
erzeugt, um den GBA samt FF4 immer wieder zur Hand zu nehmen.
Die gesamte Story ist übrigens komplett auf deutsch und die Übersetzung
der GBA-Version soll auch noch mal verbessert worden sein.
Das Spiel läuft in alt bekannter Weise ab: Wir befinden uns auf einer
Oberwelt auf der wir umherlaufen können und von welcher man Städte,
Burgen oder Dungeons betreten kann. Egal wo, kommen grundsätzlich noch
Kämpfe hinzu, die nach dem Zufallsprinzip stattfinden und rundenbasiert
sind. Hier kann unsere Party nun fleißig den verschiedensten Monstern
einheizen.
Dem ein oder anderen wird die Häufigkeit der Zufallskämpfe evtl. auf den
Keks gehen, denn unter Umständen geschieht dies aller paar Meter und
zieht das Spiel gleichzeitig künstlich recht weit in die Länge. Dies
kann schon ein wenig auf die Nerven gehen. Somit ist es immer immens
wichtig sich bei jeder Gelegenheit immer bestens mit Potion einzudecken,
denn sonst kann es schon mal knapp werden…
Das Spiel an sich ist relativ linear gehalten, so dass nicht
Ratlosigkeit aufkommt, was denn als nächsten zu tun sein.
Der grafischen Präsentation merkt man doch schon an, dass das Spiel in
Wirklichkeit einige Jährchen auf dem Buckel hat und nicht für den GBA
entwickelt wurde. So wirken die Grafiken ein wenig farbarm und die
Charaktere wirken ein wenig zu mickrig. Die eher weniger spektakulären
Magieeffekte in den Kämpfen lassen auch erahnen, dass das Speil etwas
älter ist. Gar nicht schön ist, dass der GBA in Mode7-Sequenzen
teilweise mächtig ins Ruckeln gerät.
Der Sound bietet, wie von Final Fantasy Spielen gewohnt, keinen Grund
zum meckern. Er ist atmosphärisch, abwechslungsreich und passt jederzeit
optimal zum aktuellen Aufenthaltsort. In Dungeons erwartet uns düstere
und unheilvolle Musik, in belebten Städten entsprechend beschwingter
Sound.
Nicht ganz so optimal ist die Steuerung gelungen – zumindest was die
Menüs betrifft. Hier ist die Navigation aus irgendeinem Grunde etwas
unübersichtlich geraten und führt vor allem Anfangs zu
Missverständnissen – z.B. bei der Vergabe von Items. Aber zum Glück
gewöhnt man sich mit der Zeit daran.
Fazit: Final Fantasy ist ein sehr gutes RPG, das sich jeder GBA-Besitzer,
der solche Spiele mag, bedenkenlos zulegen kann. Allerdings beinhaltet
das Spiel die ein oder andere technische Schwäche, die das tatsächliche
Alter des Spieles erahnen lässt, die Anzahl der zufallskämpfe sind ein
wenig zu viel und auch die Gesamtspieldauer ist mit maximal 30 Stunden
nicht allzu groß. An die Klasse eines Fire Emblem, Final Fantasy Tactics,
Sword of Mana oder Golden Sun kommt FF4 definitiv nicht ran (der vierte
Teil war eher einer der schwächeren der Final Fantasy Serie), aber wer
das Spiel kauft wird sich sicher auch nicht später darüber ärgern.
Spielspaß: 82%
Unser Preview: Nintendo Amerika veröffentlicht am
12. Dezember 2005 Final Fantasy IV für den GBA. Dabei handelt es sich um
ein Remake der SNES-Version (FF IV erschien in Japan als FF II).
Der GBA-Version wurden auch ein paar zusätzliche Spielelemente
spendiert. Insgesamt 30 bis 40 Stunden RPG-Spaß erwarten den geneigten
GBA-Besitzer.
rw
03.09.05
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