Kaum ist der dritte und finale Teil
der von Fluch der Karibik in den deutschen Kinos angelaufen, da kann
der geneigte Spieler Jack Sparrow´s Abenteuer auch schon digital
nachspielen. Auch das DS hat eine Umsetzung dieses Kino-Blockbusters
spendiert bekommen.
Da stellt sich natürlich die Frage, ob das Spiel soviel Laune wie der
Film macht, oder ob man es hier wieder mal mit einer dieser zahllosen
schlechten Filmumsetzungen zu tun hat ... wir haben mal geschaut was
zutrifft...
Storytechnisch hält sich das Spiel stark an den Film. Wer diesen
bereits gesehen hat, wird sich schnell heimisch fühlen, denn alle
wichtigen Locations des Films werden auch digital bereist und man darf
die wichtige Aufgabe in Anspruch nehmen, Jack zu „befreien“.
Spielerisch und technisch basiert das Spiel auf dem knapp ein Jahr
früher erschienen Fluch der Karibik 2 fürs DS. Die Jungs von Disney
haben die gleiche Engine benutzt, so dass sich beide Spiele optisch
sehr stark ähneln. Somit haben wir es wieder mit einem 3D Action
Adventure zu tun, in dem wir uns mit den Haupthelden durch
verschiedene 3D-Szenerien kämpfen, fleißig Gegner mit dem Schwert
bearbeiten, Geschicklichkeitseinlagen, z.B. in Form von Hüpfpassagen,
meistern und das ein oder andere Schalterrätsel lösen müssen.
Ab und zu muss dann auch noch eine Schatztruhe, die in Form eines
kleinen Touchscreen-Minispiel geöffnet wird und der ein oder andere
größere Schwertkampf ist zu absolvieren. Diese Kämpfe werden mit
Tasten und Touchscreen geführt. Der Spieler muss die Attacken des
Gegners durch schnelles reagieren parieren und im richtigen Moment via
Strich über den Touchscreen selber angreifen.
Ansonsten die die einzelnen Level relativ geradlinig aufgebaut. Das
bedeutet auch, dass die Aufgaben innerhalb der Level wenig variieren.
Das führt leider auf Dauer ein wenig dazu, dass auf Dauer dem Spiel
dann doch die Abwechslung fehlt. Ein paar mehr verschiedene Gegner und
ein abwechslungsreicheres Leveldesign hätten dem entgegen wirken
können. Zumindest in Sachen Waffen kann man sich nicht beschweren.
Auch die geschilderten Schwertkämpfe sorgen für frischen Wind und
machen Spaß.
Wer aber nicht gerade das ganze Spiel am Stück durchspielen will, der
kann mit dem gebotenen Maß an verschiedenen Aufgaben und Abwechslung
durchaus leben.
Insgesamt macht bietet das Spiel aber mehr Rätsel und versteckte
Objekte und Ideen als der Vorgänger.
dem Film. Wobei man hier nur zum Spaß Fortunas sechseckige Boten auf
den Tisch knallen lässt und nicht um das Seelenheil auf der Flying
Dutchman pokert. Wer möchte kann dieses Minispiel auch direkt gegen
seine Freunde spielen. Trotzdem man ist nicht nur zum Spaß auf dem
Schiff, denn hier wird zudem der Charakter gewählt, im Quartier des
Kapitäns neue Karten zusammengesetzt und neue Kurse geplant, auf Deck
gesetzt und die Segel gehisst, damit die Reise zu fernen Landen
losgehen kann.
Grafisch gibs bei Fluch der Karibik 3 nix zu meckern. Das komplette
Spiel präsentiert sich in 3D Grafik ist grafisch recht
abwechslungsreich und auch die Texturen lassen erahnen, dass man sich
sichtlich mühe gegeben hat. Gerade auf dem DS, wo so viele Spiele kaum
die technischen Fähigkeiten der Konsole ausreizen, stellt Fluch der
Karibik 3 eine positives Beispiel in Sachen Grafik dar.
Auch die Steuerung ist schnell erlernt und reagiert jederzeit exakt.
Lediglich beim herumhüpfen landet man ab und an mal nicht dort, wo man
landen wollte.
Der Sound befindet sich auf ordentlichem Durchschnittsniveau. An einen
Piratensoundtrack wie im Film kommt der des Spieles nicht heran, aber
er fängt auch nicht an zu nerven.
Weiterhin bietet das Spiel auch einen Multiplayer-Modus. Hier kann man
sich entweder im Würfelspiel versuchen oder in den geschilderten
Schwertkämpfen gegeneinander antreten.
Fazit: Fluch der Karibik 3 ist ein ganz gut gelungenes klassisches 3D
Action-Adventure, das Fan sicher zusagen wird. Wer das Spiel kauft,
wird nicht, wie bei vielen anderen Lizenz-Umsetzungen, enttäuscht
werden. Das Spiel bietet eine gute Grafik und einen ordentlichen
Umfang. Mit ein paar Mützen voll mehr spielerischer Abwechslung hätte
es Jack Sparrow wahrscheinlich sogar über die magische 80% Marke
geschafft. rw
Spielspaß: 73%
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